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    Ratgeber
    7 min 2026-03-19

    Amazon Business Konto 2026: Lohnt sich das Upgrade?

    Amazon Business für B2B-Verkäufe: Staffelpreise, Rechnungsstellung und für wen sich das Upgrade wirklich lohnt. Inkl. Repricing-Tipps.

    Was ist Amazon Business?

    Amazon Business ist Amazons B2B-Marktplatz. Er richtet sich an gewerbliche Kunden: Unternehmen, Behoerden, Bildungseinrichtungen und Vereine, die ueber Amazon einkaufen. Seit dem Start in Deutschland waechst Amazon Business kontinuierlich und ist mittlerweile fuer viele Geschaeftskunden die erste Anlaufstelle fuer Beschaffung.

    Fuer dich als Verkaeufer bedeutet Amazon Business: Du erreichst eine komplett neue Kaeufergruppe, die andere Anforderungen hat als private Endkunden. Gewerbliche Kaeufer erwarten:

    • Netto-Preise: Preise ohne Mehrwertsteuer, da Geschaeftskunden die Vorsteuer abziehen koennen.
    • Staffelpreise (Mengenrabatte): Je mehr Stueck bestellt werden, desto guenstiger der Stueckpreis. Du kannst zum Beispiel festlegen: ab 5 Stueck 5 % Rabatt, ab 20 Stueck 10 % Rabatt.
    • Automatische Rechnungsstellung: Amazon generiert automatisch ordnungsgemaesse Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Das ist fuer B2B-Kunden ein absolutes Muss.
    • Bestellfreigaben und Ausgabenlimits: Geschaeftskunden koennen interne Genehmigungsprozesse abbilden. Das macht den Einkauf fuer Unternehmen deutlich einfacher.
    • Exklusive Business-Angebote: Du kannst Preise und Angebote erstellen, die nur fuer verifizierte Geschaeftskunden sichtbar sind.

    Kurz gesagt: Amazon Business ist kein separater Marktplatz, sondern eine Erweiterung deines bestehenden Seller-Accounts. Deine Produkte sind weiterhin fuer Privatkunden sichtbar -- aber zusaetzlich fuer Geschaeftskunden mit den genannten Sonderfunktionen.

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    Amazon Business vs. normales Verkaeuferkonto

    Die haeufigste Frage: Was aendert sich konkret, wenn ich Amazon Business aktiviere? Hier der direkte Vergleich:

    MerkmalNormales VerkaeuferkontoAmazon Business Konto
    ZielgruppePrivatkunden (B2C)Privatkunden + Geschaeftskunden (B2C + B2B)
    PreisanzeigeBrutto (inkl. MwSt.)Brutto fuer B2C, Netto fuer B2B
    StaffelpreiseNicht moeglichJa, frei konfigurierbar (z.B. ab 5/10/50 Stueck)
    RechnungsstellungManuell oder ueber ToolsAutomatische Rechnungserstellung durch Amazon
    Exklusive B2B-PreiseNicht moeglichJa, nur fuer verifizierte Geschaeftskunden sichtbar
    Zusaetzliche KostenKeineKeine -- Amazon Business ist kostenlos aktivierbar
    BuyBoxEine BuyBox (B2C)Zwei BuyBoxes: B2C-BuyBox + B2B-BuyBox
    SichtbarkeitNur PrivatkundenPrivatkunden + Millionen Geschaeftskunden
    BestellmengenEinzelbestellungen ueblichOft groessere Bestellmengen

    Wichtig: Amazon Business ist kostenlos. Es gibt keine zusaetzliche Gebuehr fuer die Aktivierung. Du zahlst weiterhin nur die normalen Amazon-Verkaufsgebuehren. Es gibt also kein finanzielles Risiko beim Aktivieren.

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    Fuer wen lohnt sich Amazon Business?

    Amazon Business ist nicht fuer jeden Seller gleichermassen sinnvoll. Hier sind die drei Szenarien, in denen sich das Upgrade am meisten lohnt:

    1. Hersteller und Grosshaendler mit B2B-Kunden

    Wenn du Produkte verkaufst, die typischerweise von Unternehmen eingekauft werden -- Bueroartikel, Werkzeug, Industriebedarf, Hygieneartikel, Verpackungsmaterial -- dann ist Amazon Business ein klarer Gewinn. Geschaeftskunden suchen gezielt nach Anbietern mit Netto-Preisen und ordnungsgemaesser Rechnungsstellung. Ohne Amazon Business bist du fuer diese Kaeufergruppe deutlich weniger attraktiv.

    2. Seller mit hohen Stueckzahlen

    Verkaufst du Produkte in hohen Mengen? Dann sind Staffelpreise dein staerkstes Werkzeug. Stell dir vor, du verkaufst Schutzhuellen fuer 12,99 EUR pro Stueck. Mit Staffelpreisen kannst du anbieten:

    • 1-4 Stueck: 12,99 EUR
    • 5-19 Stueck: 11,99 EUR (8 % Rabatt)
    • 20+ Stueck: 10,49 EUR (19 % Rabatt)

    Fuer dich sinkt der Stueckpreis minimal -- aber der Bestellwert pro Auftrag steigt erheblich. Ein Geschaeftskunde, der 50 Stueck bestellt, bringt dir mit einem einzigen Auftrag mehr Umsatz als 50 einzelne B2C-Bestellungen. Und das bei deutlich weniger Versand- und Handlingkosten.

    3. Seller, die Netto-Preise und Mengenrabatte anbieten wollen

    Viele Geschaeftskunden filtern auf Amazon gezielt nach Anbietern mit Business-Preisen. Wenn du diese Funktion nicht aktiviert hast, tauchst du in diesen Suchergebnissen gar nicht auf. Das ist besonders bitter, weil du die Kaeufer nie siehst, die dich gar nicht erst finden.

    Wann lohnt es sich eher nicht? Wenn du ausschliesslich Nischenprodukte fuer Endverbraucher verkaufst -- zum Beispiel Mode, Spielzeug oder Dekoartikel -- und deine Kunden fast ausschliesslich Privatpersonen sind, wirst du von Amazon Business kaum profitieren. Schaden tut es allerdings auch nicht, da die Aktivierung kostenlos ist.

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    So aktivierst du Amazon Business: Schritt fuer Schritt

    Die Aktivierung ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Voraussetzung ist ein professionelles Verkaeuferkonto (Seller Central). Einzelanbieter-Konten koennen Amazon Business nicht nutzen.

    Falls du noch kein Verkaeuferkonto hast, findest du eine ausfuehrliche Anleitung in unserem Guide zur Erstellung eines Amazon-Verkaeuferkonto.

    Schritt 1: Seller Central oeffnen

    Melde dich in Seller Central an und navigiere zu Einstellungen > Kontoinformationen.

    Schritt 2: Amazon Business aktivieren

    Unter dem Reiter "Ihr Konto" findest du die Option "Amazon Business Seller werden". Klicke auf "Registrieren" bzw. "Aktivieren". Amazon prueft, ob dein Konto die Voraussetzungen erfuellt (professioneller Account, gueltige Umsatzsteuer-ID).

    Schritt 3: Umsatzsteuer-Einstellungen pruefen

    Stelle sicher, dass deine USt-ID korrekt hinterlegt ist. Amazon nutzt diese Informationen fuer die automatische Rechnungserstellung. Ohne gueltige USt-ID funktioniert die B2B-Rechnungsstellung nicht.

    Schritt 4: Staffelpreise konfigurieren

    Gehe zu deinen Produktlistings und oeffne die Registerkarte "Business-Preis & Menge". Hier kannst du: - Einen exklusiven Business-Preis festlegen (kann niedriger sein als dein regulaerer Preis) - Staffelpreise definieren (z.B. ab 5, ab 10, ab 50 Stueck)

    Schritt 5: Testen und optimieren

    Erstelle fuer 2-3 Produkte Staffelpreise und beobachte ueber 2-4 Wochen, ob B2B-Bestellungen eingehen. Im Seller Central kannst du unter Berichte > Geschaeftsberichte nach B2B- und B2C-Umsaetzen filtern.

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    Amazon Business + Repricing: Worauf achten?

    Hier wird es spannend -- und leider auch komplex. Wenn du Amazon Business aktiviert hast, musst du beim Repricing einiges beachten. Denn ploetzlich hast du nicht mehr einen Preis pro Produkt, sondern mehrere Preise gleichzeitig.

    B2B-Preise vs. B2C-Preise separat steuern

    Mit Amazon Business hast du fuer jedes Produkt mindestens zwei Preise:

    • B2C-Preis: Der regulaere Preis, den Privatkunden sehen (Brutto, inkl. MwSt.)
    • B2B-Preis: Der Business-Preis, den Geschaeftskunden sehen (Netto, exkl. MwSt.)

    Viele Seller machen den Fehler, den B2B-Preis einfach auf denselben Wert wie den B2C-Preis zu setzen. Das funktioniert, verschenkt aber Potenzial. Geschaeftskunden sind preissensibel bei groesseren Mengen, aber oft weniger preissensibel bei Einzelstuecken. Umgekehrt kannst du ueber Staffelpreise hoehere Gesamtbestellwerte erzielen.

    Dein Repricer muss beide Preisebenen kennen. Wenn dein Repricer nur den B2C-Preis anpasst und den B2B-Preis ignoriert, kann es passieren, dass dein B2B-Preis ploetzlich hoeher ist als dein B2C-Preis -- und Geschaeftskunden abspringen. Bei arbytrage.io kannst du B2B- und B2C-Preise unabhaengig voneinander steuern und eigene Min/Max-Grenzen fuer beide Kanäle setzen.

    Staffelpreise und Repricing

    Staffelpreise fuegen eine weitere Ebene hinzu. Du hast nicht nur B2C- und B2B-Preise, sondern fuer den B2B-Preis auch noch Mengenstaffeln. Hier ein typisches Setup:

    MengeB2C-Preis (Brutto)B2B-Preis (Netto)
    1 Stueck24,99 EUR20,16 EUR
    5+ Stueck--18,99 EUR
    20+ Stueck--16,99 EUR
    100+ Stueck--14,49 EUR

    Die Herausforderung: Wenn dein Repricer den B2C-Preis auf 21,99 EUR senkt, muss dein B2B-Einzelpreis moeglicherweise ebenfalls angepasst werden -- sonst zahlt ein Geschaeftskunde fuer ein einzelnes Stueck mehr als ein Privatkunde. Das ergibt keinen Sinn und fuehrt zu Verwirrung.

    Tipp: Definiere deine Staffelpreise als prozentuale Abstufung vom B2B-Einzelpreis. Dann bleiben die Verhaeltnisse immer stimmig, egal wie dein Repricer den Basispreis anpasst.

    Die B2B-BuyBox: Ein eigener Wettbewerb

    Was viele Seller nicht wissen: Es gibt auf Amazon zwei separate BuyBoxes. Die B2C-BuyBox fuer Privatkunden und die B2B-BuyBox fuer Geschaeftskunden. Beide funktionieren nach aehnlichen Prinzipien (Preis, Fulfillment, Account Health), aber sie werden unabhaengig voneinander vergeben.

    Das bedeutet: Du kannst die B2C-BuyBox verlieren, aber die B2B-BuyBox halten -- oder umgekehrt. Fuer einen tieferen Einblick in die BuyBox-Mechanik lies unseren BuyBox-Guide.

    Fuer dein Repricing heisst das: Du brauchst eine Strategie, die beide BuyBoxes im Blick hat. Es bringt nichts, die B2C-BuyBox aggressiv zu verteidigen und dabei die B2B-BuyBox komplett zu ignorieren. Gerade bei Produkten mit hohem B2B-Anteil kann die B2B-BuyBox sogar wertvoller sein, weil die durchschnittlichen Bestellwerte hoeher sind.

    Wenn du wissen willst, welche Repricing-Strategie fuer dein Produkt am besten funktioniert, haben wir einen eigenen Guide dafuer geschrieben.

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    Amazon Business und Gebuehren: Was kostet es wirklich?

    Wie bereits erwaehnt: Die Aktivierung von Amazon Business ist kostenlos. Die Verkaufsgebuehren bleiben identisch. Es gibt aber indirekte Kostenfaktoren, die du kennen solltest:

    • Staffelpreise reduzieren deine Marge pro Stueck. Das ist gewollt, muss aber kalkuliert sein. Nutze einen FBA-Gebuehrenrechner, um sicherzustellen, dass du auch beim niedrigsten Staffelpreis noch profitabel bist.
    • Hoehere Retourenquoten bei B2B sind selten. Geschaeftskunden bestellen in der Regel gezielter als Privatkunden. Die Retourenquote liegt bei B2B-Bestellungen typischerweise deutlich unter dem B2C-Durchschnitt.
    • Rechnungsservice: Amazon uebernimmt die Rechnungserstellung automatisch. Falls du bisher einen externen Rechnungsservice nutzt, kannst du diesen moeglicherweise einsparen.

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    Haeufige Fragen zu Amazon Business

    Brauche ich ein separates Konto fuer Amazon Business?

    Nein. Amazon Business ist eine Erweiterung deines bestehenden professionellen Verkaeuferkonto. Du aktivierst es einfach in den Kontoeinstellungen. Deine bestehenden Listings bleiben unveraendert -- du kannst ihnen lediglich zusaetzliche B2B-Preise und Staffelpreise hinzufuegen.

    Koennen auch Einzelanbieter Amazon Business nutzen?

    Nein. Du benoetigst ein professionelles Verkaeuferkonto (39,99 EUR/Monat). Wenn du gerade erst startest, findest du in unserem FBA-Starter-Guide alle Informationen zur Kontoerstellung.

    Sehen Privatkunden meine Business-Preise?

    Nein. Staffelpreise und exklusive B2B-Preise sind nur fuer verifizierte Geschaeftskunden sichtbar. Privatkunden sehen weiterhin deinen regulaeren B2C-Preis. Die beiden Kanaele sind komplett getrennt.

    Muss ich fuer alle Produkte Staffelpreise anbieten?

    Nein. Staffelpreise sind optional und koennen pro Produkt individuell konfiguriert werden. Du kannst Amazon Business aktivieren und erstmal nur den B2B-Preis ohne Staffelung setzen. Staffelpreise fuer einzelne Produkte kannst du spaeter jederzeit hinzufuegen.

    Funktioniert mein Repricer auch mit Amazon Business Preisen?

    Das haengt vom Repricer ab. Viele einfache Repricer koennen nur den B2C-Preis steuern und ignorieren den B2B-Preis komplett. Das fuehrt zu inkonsistenten Preisen und verpassten Chancen. arbytrage.io unterstuetzt sowohl B2B- als auch B2C-Preise und stellt sicher, dass deine Preisstrategie auf beiden Kanaelen konsistent bleibt.

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    Fazit: Amazon Business ist ein No-Brainer fuer die meisten Seller

    Amazon Business kostet nichts, oeffnet dir einen zusaetzlichen Vertriebskanal mit kaufkraeftigen Geschaeftskunden und erfordert nur minimalen Einrichtungsaufwand. Die Frage ist nicht "Lohnt sich Amazon Business?" -- sondern eher "Warum hast du es noch nicht aktiviert?"

    Die einzige echte Herausforderung liegt im Repricing: Sobald du B2B-Preise und Staffelpreise anbietest, brauchst du ein Tool, das beide Preisebenen intelligent verwaltet. Manuelle Preisanpassungen funktionieren bei 5 Produkten. Bei 50 oder 500 Produkten brauchst du Automatisierung.

    Zusammenfassung: - Amazon Business ist kostenlos und risikolos aktivierbar - Du erreichst Millionen gewerblicher Kaeufer mit hoeheren Bestellwerten - Staffelpreise und Netto-Rechnungen sind fuer B2B-Kunden entscheidend - Dein Repricer muss B2B- und B2C-Preise separat steuern koennen - Die B2B-BuyBox ist ein eigener Wettbewerb mit eigenen Chancen

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    *Dieser Artikel wurde zuletzt im Maerz 2026 aktualisiert. Alle Angaben beziehen sich auf den deutschen Amazon-Marktplatz (amazon.de). Fuer andere europaeische Marktplaetze gelten aehnliche Regelungen -- pruefe die jeweiligen Seller Central Einstellungen.*

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