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    Amazon FBA
    8 min 2026-02-17

    FBA-Gebühren & Repricing 2026: Preise an Kostenänderungen anpassen

    Neue FBA-Gebühren 2026: Wie du Min-Preise, Repricing-Regeln und Margen-Puffer anpasst.

    Amazon FBA Gebühren 2026: Was hat sich geändert?

    Amazon passt seine FBA-Gebühren regelmäßig an. Für 2026 gibt es sowohl gute als auch herausfordernde Nachrichten für Seller:

    Die gute Nachricht Amazon hat die durchschnittliche FBA-Fulfillment-Gebühr um ca. 0,17 € pro Einheit gesenkt. Das ist eine Reaktion auf den Wettbewerb durch Logistik-Alternativen und soll FBA attraktiv halten. Für Seller mit hohem Volumen summiert sich das: Bei 5.000 Verkäufen im Monat sparst du 850 € - genug, um die Kosten eines professionellen Repricers 20-fach zu decken.

    Die Herausforderung Gleichzeitig wurde die neue Low-Inventory-Level-Fee eingeführt - eine Gebühr die Seller mit chronisch niedrigen Lagerbeständen bestraft. Diese Gebühr ist Amazons Antwort auf das Problem, dass viele Seller zu wenig Bestand einlagern und dann häufig out-of-stock gehen. Amazon will konsistente Verfügbarkeit belohnen und unzuverlässige Seller bestrafen.

    Neue Low-Inventory-Level-Fee erklärt

    Die Low-Inventory-Level-Fee gilt seit 2026 und betrifft Seller deren FBA-Bestand unter einem bestimmten Schwellenwert liegt. Details findest du im Seller Central unter "FBA-Gebühren":

    BestandsreichweiteZusatzgebühr
    0–14 Tage0,70 €/Einheit
    15–21 Tage0,45 €/Einheit
    22–28 Tage0,20 €/Einheit
    28+ Tage0,00 €

    Berechnung: Amazon berechnet die „historische Tage-Reichweite" basierend auf deinem durchschnittlichen Absatz der letzten 30–90 Tage.

    Auswirkung auf Repricing: Wenn du zu wenig Bestand hast, erhöhen sich deine Kosten - und damit muss dein Mindestpreis steigen!

    Praxis-Beispiel: Low-Inventory-Fee in der Kalkulation

    Stell dir vor, du verkaufst ein Produkt mit 20 Tagen Bestandsreichweite. Die Low-Inventory-Fee beträgt 0,45 € pro Einheit. Dein bisheriger Floor-Preis war 15,80 €. Mit der neuen Gebühr muss dein Floor auf 16,25 € steigen - andernfalls sinkt deine tatsächliche Marge unter das Minimum. Bei 200 Verkäufen im Monat summiert sich die Gebühr auf 90 €. Die Lösung: Entweder mehr Bestand einlagern (28+ Tage Reichweite), um die Gebühr komplett zu vermeiden, oder den Floor-Preis entsprechend anpassen. Ein guter Repricer berücksichtigt diese Zusatzgebühren automatisch in der Floor-Berechnung.

    Wie sich die Gebührenänderungen auf verschiedene Produkttypen auswirken

    Die Auswirkungen der 2026er Gebührenänderungen sind nicht für alle Produkttypen gleich. Leichte, kleine Produkte (unter 250g) profitieren am meisten von der Fulfillment-Senkung - ihre FBA-Gebühr sinkt prozentual am stärksten. Schwere, sperrige Produkte (Oversize) sehen eine geringere relative Ersparnis. Und Produkte mit unregelmäßigem Absatz (saisonale Artikel, Nischenprodukte) sind am stärksten von der Low-Inventory-Fee betroffen, weil ihre Bestandsreichweite naturgemäß schwankt. Passe deine Repricing-Strategie entsprechend an: Für saisonale Produkte einen höheren Marge-Puffer im Floor-Preis einplanen.

    Verkaufsgebühren pro Kategorie (Referral Fees)

    Die Referral Fees bleiben in 2026 weitgehend stabil:

    KategorieReferral Fee
    Elektronik7–8 %
    Computer & Zubehör8 %
    Bücher15 %
    Kleidung & Schuhe15–17 %
    Spielzeug15 %
    Haushalt & Küche15 %
    Sport & Outdoor15 %
    Beauty & Gesundheit8–15 %
    Auto & Motorrad12 %
    Sonstiges15 %

    Versand- und Lagergebühren 2026

    FBA-Fulfillment-Gebühren (Standard-Größe)

    Gewicht20252026Differenz
    Bis 250g3,12 €2,95 €-0,17 €
    250–500g3,35 €3,18 €-0,17 €
    500–1000g3,65 €3,48 €-0,17 €
    1000–1500g4,20 €4,03 €-0,17 €
    1500–2000g4,55 €4,38 €-0,17 €

    Lagergebühren

    ZeitraumGebühr pro m³/Monat
    Januar – September28,00 €
    Oktober – Dezember42,00 €
    Langzeit (365+ Tage)170,00 €

    Was bedeuten die Änderungen für deine Marge?

    Positive Auswirkung: Fulfillment-Senkung Die Senkung um 0,17 € pro Einheit klingt gering, summiert sich aber erheblich: - Bei 1.000 Verkäufen/Monat: 170 € Ersparnis - Bei 5.000 Verkäufen/Monat: 850 € Ersparnis - Bei 10.000 Verkäufen/Monat: 1.700 € Ersparnis - genug um die gesamten Repricer-Kosten für 3,5 Jahre zu decken

    Negative Auswirkung: Low-Inventory-Fee Die neue Gebühr kann die Ersparnis überkompensieren: - Bei 0,70 € Zusatzgebühr und 500 Verkäufen: 350 € Mehrkosten

    Netto-Effekt: Seller mit guter Bestandsplanung profitieren. Seller mit häufigen Stockouts zahlen drauf.

    Repricing-Anpassung: Preisuntergrenzen aktualisieren

    Nach jeder Gebührenänderung musst du deine Preisuntergrenzen neu berechnen:

    Neuer Floor = EK + Neue FBA-Gebühr + ggf. Low-Inventory-Fee + Mindestmarge

    In arbytrage.io: 1. EK-Preise überprüfen und ggf. aktualisieren 2. FBA-Gebühren werden automatisch aktualisiert 3. Mindestmarge prüfen 4. Neue Floor-Preise berechnen lassen 5. Bei Bedarf per CSV-Import Bulk-Update durchführen

    FBA-Rechner: Berechne deinen Break-Even

    Dein Break-Even-Preis ist der Mindestverkaufspreis bei dem du exakt 0 € Gewinn machst:

    Break-Even = (EK + FBA-Gebühr + Versand) / (1 - Referral-Fee-%)

    Beispiel: - EK: 10 €, FBA: 3,18 €, Versand: 0,50 € - Referral Fee: 15 % - Break-Even = 13,68 / 0,85 = 16,09 €

    Alles über 16,09 € ist Gewinn. Dein Mindestpreis sollte aber 15–20 % darüber liegen.

    Pan-EU Gebühren-Unterschiede

    KostenfaktorDEFRITES
    FBA Standard (500g)3,18 €3,38 €3,48 €3,38 €
    Referral Fee15 %15 %15 %15 %
    MwSt19 %20 %22 %21 %
    Netto-Erlös (bei 25 €)17,86 €17,71 €17,41 €17,56 €

    Die Unterschiede summieren sich: Auf IT hast du 0,45 € weniger Netto-Erlös als auf DE - bei 1.000 Verkäufen sind das 450 € weniger Marge. Dein Repricer muss das pro Marktplatz berücksichtigen. Ein häufiger Fehler: Seller berechnen ihren Floor-Preis nur auf Basis der deutschen Gebühren und MwSt und nutzen denselben Floor auf allen EU-Marktplätzen. Das führt dazu, dass der tatsächliche Gewinn auf Märkten mit höherer MwSt und höheren FBA-Gebühren deutlich niedriger ist als erwartet - manchmal sogar negativ. arbytrage.io berechnet den Floor-Preis automatisch pro Marktplatz, sodass du auf jedem Markt profitabel bleibst.

    Praxis-Beispiel: Gebühren-Update in Floor-Preise einarbeiten

    Stell dir vor, du verkaufst 200 SKUs und Amazon senkt die FBA-Gebühren um 0,17 €. Dein bisheriger Floor-Preis war 18,50 €, basierend auf den alten Gebühren. Nach der Senkung könnte dein Floor bei 18,30 € liegen - 0,20 € niedriger. Das klingt marginal, aber: Auf umkämpften ASINs können diese 0,20 € den Unterschied ausmachen, ob du die BuyBox gewinnst oder nicht. Gleichzeitig musst du prüfen, ob die neue Low-Inventory-Fee auf einige deiner Produkte zutrifft. Wenn dein Bestand auf 15 ASINs unter 21 Tage Reichweite liegt, kommen 0,45 € pro Einheit dazu - und dein Floor muss dort um 0,45 € steigen statt zu sinken. Ohne regelmäßige Floor-Preis-Aktualisierung arbeitest du mit falschen Zahlen und riskierst entweder Verluste oder verpasste BuyBox-Chancen.

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    Weiterlesen: Amazon Gewinn maximieren: 7 Repricing-Hebel | Pan-EU Repricing: Preise optimieren | Amazon Repricing-Regeln erstellen

    Häufige Fragen

    Wann werden die FBA-Gebühren 2026 wirksam?

    Die neuen Gebühren gelten ab dem 1. Januar 2026. Amazon kommuniziert Änderungen in der Regel 2–3 Monate vorher über Seller Central. Passe deine Floor-Preise rechtzeitig an. Der ideale Zeitpunkt für die Aktualisierung ist 1–2 Wochen vor dem Stichtag: So hast du genug Zeit zum Testen, aber nicht so viel, dass die alten Gebühren noch lange in falschen Floor-Preisen resultieren. Markiere dir die Amazon-Gebühren-Ankündigungen in Seller Central als Priorität - sie haben direkten Einfluss auf deine Profitabilität.

    Wie berechne ich die Low-Inventory-Level-Fee in meinem Mindestpreis?

    Addiere die maximale Low-Inventory-Fee (0,70 €) zu deinem Floor-Preis als Puffer. Wenn du deinen Bestand konsistent über 28 Tage Reichweite hältst, fällt die Gebühr gar nicht an. Der sicherste Ansatz: Kalkuliere deinen Floor immer mit der maximalen Gebühr (0,70 €) und betrachte die Ersparnis bei gutem Bestandsmanagement als Bonus. So bist du auch in Phasen mit niedrigem Bestand (z.B. zwischen zwei Lieferungen) vor Verlusten geschützt. Bei Produkten mit stabilem, hohem Absatz und zuverlässiger Nachbestellung kannst du die Gebühr auch weglassen - dann aber konsequent auf 28+ Tage Bestandsreichweite achten.

    Muss ich meine Repricing-Regeln nach jeder Gebührenänderung anpassen?

    Ja - zumindest die Floor-Preise. In arbytrage.io werden FBA-Gebühren automatisch aktualisiert. Du musst nur deinen EK und deine Mindestmarge prüfen. Tipp: Erstelle dir eine Erinnerung für Januar und Juli jeden Jahres (die typischen Zeitpunkte für Amazon-Gebührenänderungen). Prüfe dann alle Floor-Preise und aktualisiere die EK-Daten. Dieser halbjährliche Check dauert 30 Minuten und kann dich vor hunderten Euro Margenverlust schützen.

    Sind die FBA-Gebühren in allen EU-Ländern gleich?

    Nein. Die Fulfillment-Gebühren unterscheiden sich je nach Marktplatz um bis zu 0,30 € pro Einheit. Dein Repricer sollte pro Marktplatz unterschiedliche Floor-Preise berechnen. Dazu kommen die unterschiedlichen MwSt-Sätze (19–23 %), die den Netto-Erlös zusätzlich beeinflussen. In der Praxis bedeutet das: Ein Produkt das auf Amazon.de mit 15 % Marge profitabel ist, kann auf Amazon.it bei gleichem Verkaufspreis nur 10 % Marge haben - allein durch die höheren Gebühren und die 22 % MwSt. Ein Repricer der das nicht pro Marktplatz berechnet, gibt dir ein falsches Bild deiner tatsächlichen Profitabilität.

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