Was ist Amazon PPC?
PPC steht fuer Pay-Per-Click. Das Prinzip ist einfach: Du schaltest eine Anzeige auf Amazon, und du zahlst nur dann, wenn ein Kunde tatsaechlich auf deine Anzeige klickt. Nicht, wenn sie angezeigt wird. Nicht, wenn jemand darueber scrollt. Nur beim Klick.
Amazon zeigt deine Anzeige in den Suchergebnissen oder auf Produktseiten. Wie oft sie angezeigt wird, haengt davon ab, wie viel du pro Klick zu zahlen bereit bist und wie relevant dein Produkt fuer die Suchanfrage ist. Das Ganze funktioniert als Auktion: Mehrere Seller bieten auf dieselben Keywords, und Amazon entscheidet in Echtzeit, wessen Anzeige gezeigt wird.
Das bedeutet fuer dich:
- Du kontrollierst dein Budget. Du legst ein Tagesbudget fest und zahlst nie mehr als das.
- Du zahlst nur fuer echtes Interesse. Ein Klick zeigt, dass jemand dein Produkt zumindest interessant genug fand, um draufzuklicken.
- Du kannst sofort starten. Anders als SEO oder organisches Ranking bringt PPC ab dem ersten Tag Sichtbarkeit.
Amazon PPC ist seit Jahren einer der wichtigsten Verkaufshebel auf dem Marktplatz. Gleichzeitig ist es ein Kanal, der ohne Grundwissen schnell teuer wird. Deshalb lohnt es sich, die Basics zu verstehen, bevor du dein erstes Budget freigibst.
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Die 3 Anzeigentypen auf Amazon
Amazon bietet drei verschiedene Werbeformate an. Jedes hat eigene Staerken, eigene Voraussetzungen und eigene Einsatzzwecke.
1. Sponsored Products
Sponsored Products sind der wichtigste und am haeufigsten genutzte Anzeigentyp. Deine Produkte erscheinen direkt in den Suchergebnissen -- optisch fast identisch zu organischen Ergebnissen, nur mit dem kleinen Hinweis "Gesponsert".
Wie es funktioniert:
Du wahlst ein Produkt aus deinem Katalog und legst fest, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheinen soll. Dabei hast du zwei Moeglichkeiten:
- Automatische Kampagne: Amazon entscheidet selbst, bei welchen Keywords dein Produkt gezeigt wird. Du gibst nur ein Gebot und ein Budget vor. Ideal zum Starten und fuer die Keyword-Recherche.
- Manuelle Kampagne: Du legst selbst fest, auf welche Keywords du bieten willst, und setzt fuer jedes Keyword ein individuelles Gebot. Gibt dir volle Kontrolle, erfordert aber Daten und Erfahrung.
Zusaetzlich gibt es ASIN-Targeting: Statt auf Keywords bietest du darauf, dass dein Produkt auf bestimmten Produktseiten deiner Konkurrenz angezeigt wird.
Fuer wen geeignet: Jeder Seller. Kein Markenregistrierung noetig. Das ist der Anzeigentyp, mit dem du starten solltest.
2. Sponsored Brands
Sponsored Brands (frueher "Headline Search Ads") sind Banneranzeigen, die oberhalb der Suchergebnisse erscheinen. Sie zeigen dein Markenlogo, eine individuelle Ueberschrift und bis zu drei Produkte.
Wie es funktioniert:
Du erstellst eine Anzeige mit deinem Logo, einem kurzen Text und einer Auswahl deiner Produkte. Der Klick fuehrt entweder zu deinem Amazon Brand Store oder zu einer speziellen Suchergebnisseite mit deinen Produkten. Es gibt auch Video-Varianten, bei denen ein kurzes Produktvideo direkt in den Suchergebnissen abgespielt wird.
Voraussetzung: Du brauchst eine registrierte Marke im Amazon Brand Registry. Ohne Markenregistrierung kannst du Sponsored Brands nicht nutzen.
Fuer wen geeignet: Seller mit eigener Marke, die Markenbekanntheit aufbauen und ihren Brand Store bewerben wollen.
3. Sponsored Display
Sponsored Display Anzeigen gehen ueber die Amazon-Suche hinaus. Sie erscheinen auf Produktseiten, auf Drittanbieter-Websites und in Apps -- ueberall dort, wo Amazon sein Werbenetzwerk hat.
Wie es funktioniert:
Du richtest deine Anzeigen nach Zielgruppen (Audiences) oder Produkten aus. Amazon nutzt seine Daten, um Kunden zu finden, die dein Produkt wahrscheinlich kaufen wuerden. Der staerkste Anwendungsfall ist Retargeting: Du erreichst Kunden, die dein Produkt oder ein aehnliches bereits angesehen, aber nicht gekauft haben.
Voraussetzung: Brand Registry erforderlich (mit Ausnahme einiger Basis-Optionen fuer alle Seller).
Fuer wen geeignet: Fortgeschrittene Seller, die ihren Funnel erweitern und Kunden ausserhalb der Amazon-Suche erreichen wollen.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Sponsored Products | Sponsored Brands | Sponsored Display |
|---|---|---|---|
| Brand Registry noetig? | Nein | Ja | Ja (teilweise) |
| Anzeigenposition | Suchergebnisse, Produktseiten | Oberhalb der Suche | Produktseiten, extern |
| Typischer CPC | 0,30 -- 1,50 EUR | 0,50 -- 2,00 EUR | 0,20 -- 1,00 EUR |
| Beste Nutzung | Direkte Verkaufe steigern | Markenbekanntheit | Retargeting, Reichweite |
| Einstieg empfohlen? | Ja, sofort | Nach Brand Registry | Spaeter, mit Daten |
| Schwierigkeit | Niedrig | Mittel | Mittel bis hoch |
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Wichtige PPC-Kennzahlen erklaert
Bevor du deine erste Kampagne startest, solltest du die zentralen Kennzahlen kennen. Ohne sie fliegst du blind.
ACoS (Advertising Cost of Sales)
Der ACoS ist die wichtigste Kennzahl im Amazon PPC. Er zeigt dir, wie viel Prozent deines Werbeumsatzes du fuer Werbung ausgegeben hast.
Formel: ACoS = (Werbeausgaben / Werbeumsatz) x 100
Beispiel: Du gibst 50 EUR fuer Werbung aus und erzielst damit 200 EUR Umsatz. Dein ACoS liegt bei 25 %. Das heisst: Von jedem Euro Umsatz, den du ueber Werbung machst, gehen 25 Cent an Amazon fuer Klicks.
Orientierung: Ein ACoS von 15--25 % gilt fuer die meisten Produktkategorien als gut. Bei niedrigmargigen Produkten musst du unter 15 % bleiben, bei hochmargigen kannst du auch 30 % oder mehr tolerieren.
TACoS (Total Advertising Cost of Sales)
Der TACoS setzt deine Werbeausgaben ins Verhaeltnis zu deinem gesamten Umsatz -- also inklusive organischer Verkaeufe.
Formel: TACoS = (Werbeausgaben / Gesamtumsatz) x 100
Warum das wichtig ist: Wenn deine PPC-Kampagnen dafuer sorgen, dass du organisch besser rankst und mehr organische Verkaeufe bekommst, sinkt dein TACoS, auch wenn dein ACoS gleich bleibt. Der TACoS zeigt dir das Gesamtbild.
Orientierung: Ein TACoS von 5--10 % ist fuer etablierte Produkte ein guter Richtwert.
ROAS (Return on Ad Spend)
Der ROAS ist das Gegenstueck zum ACoS -- er zeigt dir, wie viel Euro Umsatz du fuer jeden investierten Werbe-Euro zurueckbekommst.
Formel: ROAS = Werbeumsatz / Werbeausgaben
Beispiel: Bei 50 EUR Ausgaben und 200 EUR Umsatz liegt dein ROAS bei 4,0. Das heisst: Jeder investierte Euro bringt 4 Euro zurueck. Je hoeher, desto besser.
CPC (Cost-Per-Click)
Der durchschnittliche Preis, den du pro Klick zahlst. Haengt ab von der Konkurrenz auf deinen Keywords, deiner Gebotsstrategie und der Relevanz deines Produkts.
Orientierung: Auf Amazon.de liegt der durchschnittliche CPC je nach Kategorie zwischen 0,30 und 1,50 EUR. Stark umkaempfte Keywords (z.B. "bluetooth kopfhoerer") koennen deutlich teurer sein.
Impressions
Wie oft deine Anzeige angezeigt wurde. Impressions allein sagen wenig aus, aber in Kombination mit Klicks ergeben sie die Click-Through-Rate.
CTR (Click-Through-Rate)
Der Anteil der Impressions, die zu einem Klick fuehren.
Formel: CTR = (Klicks / Impressions) x 100
Orientierung: Eine CTR von 0,3--0,5 % ist durchschnittlich. Ueber 0,5 % ist gut, unter 0,2 % deutet auf ein Problem hin (falsches Keyword, schlechtes Hauptbild, unattraktiver Preis).
Conversion Rate (CVR)
Der Anteil der Klicks, die zu einem Kauf fuehren.
Formel: CVR = (Bestellungen / Klicks) x 100
Orientierung: Die durchschnittliche Conversion Rate auf Amazon liegt bei etwa 10--15 %. Werte unter 8 % deuten darauf hin, dass dein Listing optimiert werden muss (Bilder, Beschreibung, Bewertungen, Preis).
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Deine erste Kampagne Schritt fuer Schritt
Genug Theorie. Hier ist der konkrete Fahrplan fuer deine erste PPC-Kampagne. Folge diesen fuenf Schritten, und du bist innerhalb von drei Wochen bereit fuer datenbasierte Optimierung.
Schritt 1: Auto-Kampagne starten (Keyword Discovery)
Starte mit einer automatischen Sponsored Products Kampagne. Das ist kein Zeichen von Faulheit, sondern die smarteste Art, relevante Keywords zu finden.
So gehst du vor:
- Oeffne die Amazon Advertising Console (sellercentral > Werbung > Kampagnenmanager).
- Erstelle eine neue Kampagne und waehle "Sponsored Products".
- Waehle "Automatisches Targeting".
- Setze dein Tagesbudget auf 10 EUR.
- Setze ein Standard-Gebot von 0,50 EUR pro Klick.
- Waehle das Produkt aus, das du bewerben willst.
Amazon wird dein Listing analysieren und deine Anzeige automatisch bei relevanten Suchbegriffen ausspielen. Darunter sind Keywords, auf die du selbst nie gekommen waerst.
Wichtig: Waehle fuer den Start ein Produkt mit einem optimierten Listing. Gute Bilder, ein vollstaendiger Titel und aussagekraeftige Bullet Points erhoehen deine Klick- und Conversion-Rate -- und damit die Effektivitaet deiner Kampagne.
Schritt 2: Zwei Wochen Daten sammeln
Lass die Kampagne mindestens 14 Tage laufen, ohne grosse Aenderungen vorzunehmen. In dieser Phase geht es nicht um Profit, sondern um Daten. Amazon braucht Zeit, um deine Anzeige zu testen, und du brauchst genug Klicks, um statistisch belastbare Aussagen treffen zu koennen.
Was du in dieser Zeit beobachten kannst:
- Welche Suchbegriffe loesen Impressions aus?
- Welche davon fuehren zu Klicks?
- Und welche Klicks fuehren tatsaechlich zu Verkaeufen?
Du findest diese Daten im Suchbegriffsbericht (Kampagnenmanager > Berichte > Suchbegriffe).
Schritt 3: Top-Keywords in manuelle Kampagne uebernehmen
Nach zwei Wochen hast du genug Daten. Jetzt wird es strategisch.
- Lade den Suchbegriffsbericht herunter.
- Sortiere nach Verkaeufen oder nach ACoS.
- Identifiziere die 5--10 Keywords, die Verkaeufe generiert haben und einen ACoS unter 35 % aufweisen.
- Erstelle eine neue, manuelle Kampagne mit genau diesen Keywords.
- Setze fuer jedes Keyword ein individuelles Gebot. Orientiere dich am vorgeschlagenen Gebot, erhoehe leicht fuer deine besten Keywords.
- Waehle den Match-Typ: Starte mit Phrase Match fuer eine gute Balance aus Reichweite und Kontrolle.
Die manuelle Kampagne gibt dir volle Kontrolle darueber, fuer welche Keywords du zahlst und wie viel. Lasse die Auto-Kampagne daneben weiterlaufen -- sie liefert dir weiterhin neue Keyword-Ideen.
Schritt 4: Negative Keywords setzen
Im Suchbegriffsbericht wirst du auch Keywords finden, die Klicks generiert, aber keine Verkaeufe gebracht haben. Das sind Geldverschwender.
Beispiele:
- Dein Produkt ist ein "Bluetooth Lautsprecher", aber du bekommst Klicks fuer "Bluetooth Kopfhoerer" -- irrelevant.
- Keywords wie "gratis", "gebraucht" oder "billig" ziehen Klicks an, konvertieren aber selten.
Fuege diese Keywords als negative Keywords zu deiner Kampagne hinzu. Damit sagst du Amazon: "Zeige meine Anzeige NICHT bei diesen Suchbegriffen." Das reduziert verschwendete Klickkosten sofort.
Schritt 5: Gebote optimieren
Ab jetzt ist PPC ein laufender Optimierungsprozess. Einmal pro Woche solltest du folgendes tun:
- Keywords mit gutem ACoS und Verkaeufen: Gebot leicht erhoehen, um mehr Impressions und Klicks zu bekommen.
- Keywords mit hohem ACoS und wenig Verkaeufen: Gebot senken oder pausieren.
- Keywords mit vielen Impressions aber wenig Klicks (niedrige CTR): Pruefen, ob das Keyword wirklich relevant ist. Wenn nein, als negatives Keyword setzen.
- Keywords mit guter CTR aber niedriger Conversion Rate: Das Keyword passt, aber dein Listing ueberzeugt nicht. Optimiere Bilder, Preis oder Beschreibung.
Die Optimierung ist nie abgeschlossen. Der Markt veraendert sich, Konkurrenten passen ihre Gebote an, und Amazon aktualisiert seinen Algorithmus. Aber wenn du diesen Zyklus woechentlich durchlaeuft, wirst du deinen ACoS kontinuierlich verbessern.
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Budget-Empfehlung fuer Einsteiger
Die haeufigste Frage: "Wie viel muss ich fuer PPC ausgeben?"
Die ehrliche Antwort: Es haengt von deiner Produktkategorie und deinen Margen ab. Aber hier sind Richtwerte, die fuer die meisten Einsteiger funktionieren:
- Tagesbudget: 5 bis 15 EUR pro Kampagne
- Monatliches Budget: 150 bis 450 EUR
- ACoS-Ziel fuer den Start: 25 bis 35 % (und dann schrittweise senken)
- Erste profitable Phase: Nach 4 bis 8 Wochen Optimierung
Wichtig: Dein PPC-Budget ist kein verlorenes Geld. Es ist eine Investition in zwei Dinge: Erstens direkte Verkaeufe ueber Werbung. Zweitens organisches Ranking -- denn jeder Verkauf ueber PPC zaehlt fuer deinen BSR (Bestseller-Rang) und verbessert dein organisches Ranking. Langfristig sollte dein Ziel sein, dass PPC den organischen Umsatz ankurbelt, sodass dein TACoS sinkt.
Starte lieber mit einem kleinen Budget und skaliere, sobald du profitabel bist. 10 EUR pro Tag fuer eine Auto-Kampagne sind ein guter Startpunkt. Damit sammelst du nach zwei Wochen genug Daten fuer die naechsten Schritte.
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Die 5 groessten PPC-Fehler
Diese Fehler sehen wir immer wieder -- und sie kosten Seller Hunderte Euro pro Monat.
Fehler 1: Ohne Daten manuell starten
Viele Einsteiger ueberspringen die Auto-Kampagne und starten direkt mit manuellen Kampagnen. Das Problem: Sie raten, welche Keywords relevant sind, statt es Amazon herauszufinden zu lassen. Das Ergebnis sind hohe Kosten fuer Keywords, die nicht konvertieren.
Besser: Immer mit einer Auto-Kampagne starten und die gewonnenen Daten als Grundlage fuer manuelle Kampagnen nutzen.
Fehler 2: "Set and forget"
PPC ist kein Lichtschalter, den du einmal umlegst. Wer seine Kampagnen einrichtet und dann wochenlang nicht anschaut, verbrennt Geld. Keywords, die letzte Woche profitabel waren, koennen diese Woche Verluste machen. Gebote muessen laufend angepasst werden.
Besser: Mindestens einmal pro Woche in die Kampagnen schauen, Suchbegriffe auswerten und Gebote anpassen.
Fehler 3: Keine negativen Keywords setzen
Jeder Klick auf ein irrelevantes Keyword kostet dich Geld, ohne die Chance auf einen Verkauf. Ohne negative Keywords laesst du Amazon dein Budget fuer Suchbegriffe ausgeben, die nichts mit deinem Produkt zu tun haben.
Besser: Woechentlich den Suchbegriffsbericht pruefen und irrelevante Keywords als negative Keywords hinzufuegen.
Fehler 4: Zu viele Produkte gleichzeitig bewerben
Einsteiger wollen oft ihr gesamtes Sortiment bewerben. Das verteilt das Budget auf zu viele Produkte, sodass fuer keines genug Daten zusammenkommen. Du kannst nicht optimieren, weil du keine belastbaren Zahlen hast.
Besser: Mit 1 bis 3 Produkten starten. Konzentriere dein Budget auf die Produkte mit den besten Margen und den staerksten Listings.
Fehler 5: PPC schalten ohne BuyBox
Der teuerste Fehler von allen: Du zahlst fuer Klicks auf dein Listing, aber die BuyBox gehoert einem anderen Seller. Der Kunde klickt auf "In den Einkaufswagen" -- und kauft bei deinem Konkurrenten. Dein Geld, sein Verkauf. Das passiert bei jedem Produkt, das du nicht exklusiv anbietest.
Besser: Stelle sicher, dass du die BuyBox haeltst, bevor du PPC-Budget investierst. Mehr dazu im naechsten Abschnitt.
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PPC + Repricing: Warum beides zusammengehoert
Dieser Abschnitt ist wichtig, auch wenn er nicht direkt mit der Kampagnen-Einrichtung zu tun hat. Denn der haeufigste Grund, warum PPC-Kampagnen Geld verbrennen, hat nichts mit Keywords oder Geboten zu tun -- sondern mit der BuyBox.
PPC ohne BuyBox = Geld verbrennen
Wenn du ein Produkt bewirbst, das auch andere Seller anbieten, zeigt Amazon deine Werbung -- egal, ob du gerade die BuyBox hast oder nicht. Das heisst: Du zahlst fuer jeden Klick, aber wenn der Kunde auf der Produktseite landet und ein anderer Seller die BuyBox haelt, kauft der Kunde dort. Du hast bezahlt, der andere verdient.
Bei einer BuyBox-Rate von 50 % (typisch fuer Seller ohne Repricing) bedeutet das: Die Haelfte deines PPC-Budgets geht ins Leere. Du zahlst 300 EUR im Monat, aber nur 150 EUR arbeiten tatsaechlich fuer dich.
Repricing sichert die BuyBox -- und macht PPC erst effektiv
Ein Repricer wie arbytrage.io passt deine Preise automatisch und in Echtzeit an, damit du die BuyBox so oft wie moeglich haeltst. Deine BuyBox-Rate steigt typischerweise von 40--50 % auf 75--85 %. Das bedeutet: Jeder Euro, den du in PPC investierst, hat eine deutlich hoehere Chance, zu einem tatsaechlichen Verkauf zu fuehren.
Die Rechnung ist einfach: Wenn Repricing deine BuyBox-Rate um 30 Prozentpunkte steigert, "rettest" du bei 300 EUR PPC-Budget 90 EUR pro Monat, die sonst verschwendet waeren. Bei 40 EUR im Monat fuer den Repricer ist das ein klarer Gewinn.
Wir haben diesem Thema einen eigenen ausfuehrlichen Beitrag gewidmet: PPC vs. Repricing: Warum Repricing die bessere Investition ist. Dort findest du konkrete Zahlenbeispiele und einen direkten Vergleich beider Strategien.
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FAQ
Was kostet Amazon PPC?
Es gibt keine Mindestausgaben. Du zahlst pro Klick, und die Kosten haengen von der Konkurrenz auf deinen Keywords ab. Der durchschnittliche CPC auf Amazon.de liegt bei 0,30 bis 1,50 EUR. Du legst ein Tagesbudget fest (z.B. 10 EUR), und Amazon ueberschreitet dieses Budget nicht.
Kann ich PPC als neuer Seller sofort nutzen?
Ja, Sponsored Products stehen dir sofort nach der Seller-Registrierung zur Verfuegung. Fuer Sponsored Brands und Sponsored Display brauchst du eine Marke, die im Amazon Brand Registry eingetragen ist. Starte mit Sponsored Products -- die sind fuer Einsteiger am wichtigsten.
Wie lange dauert es, bis PPC profitabel wird?
Rechne mit 4 bis 8 Wochen. Die ersten zwei Wochen sammelst du Daten, danach optimierst du deine Kampagnen woechentlich. Die meisten Seller erreichen nach 6 Wochen einen ACoS, der innerhalb ihrer Marge liegt. Geduld ist hier wichtiger als ein grosses Budget.
Soll ich Auto- oder manuelle Kampagnen nutzen?
Beides. Starte mit einer Auto-Kampagne, um relevante Keywords zu entdecken. Nach zwei Wochen uebertraegst du die besten Keywords in eine manuelle Kampagne fuer volle Kontrolle. Die Auto-Kampagne laesst du daneben weiterlaufen, weil sie dir kontinuierlich neue Keyword-Ideen liefert.
Was ist ein guter ACoS?
Das haengt von deiner Marge ab. Wenn dein Produkt 30 % Marge hat (nach Amazon-Gebuehren und Wareneinsatz), muss dein ACoS unter 30 % liegen, damit du mit PPC profitabel bist. Als Faustregel: Ein ACoS von 15--25 % ist fuer die meisten Produkte gut. Zum Start sind 25--35 % akzeptabel, solange du aktiv optimierst.
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*Dieser Beitrag wurde zuletzt im Maerz 2026 aktualisiert und spiegelt die aktuellen Amazon Advertising Moeglichkeiten wider.*