Was ist Amazon Reselling?
Amazon Reselling bedeutet: Du kaufst Markenprodukte zu einem Preis unter dem aktuellen Amazon-Verkaufspreis ein und verkaufst sie auf Amazon mit Gewinn weiter. Du bist kein Hersteller und keine Marke — du bist Haendler.
Das Prinzip ist so alt wie der Handel selbst. Einkaufen, wo es guenstig ist. Verkaufen, wo die Nachfrage hoch ist. Amazon ist dabei der Marktplatz, weil dort die Kaeufer schon sind: ueber 300 Millionen aktive Kundenkonten weltweit, davon ein signifikanter Anteil in der DACH-Region.
Als Reseller nutzt du bestehende Amazon-Produktlistings (ASINs). Du erstellst keine eigenen Produktseiten, sondern bietest dein Angebot auf einer bereits vorhandenen ASIN an — neben anderen Verkaeufern, die dasselbe Produkt fuehren. Wer die BuyBox gewinnt, bekommt den Grossteil der Verkaeufe.
Typische Reselling-Quellen sind Einzelhandelsgeschaefte mit Angeboten, Online-Deals, B2B-Grosshaendler oder Retouren-Paletten. Die Ware wird dann entweder selbst an den Kunden versendet (FBM) oder ueber Amazons eigenes Logistiknetz abgewickelt (FBA — Fulfillment by Amazon).
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Reselling vs. Arbitrage vs. Wholesale vs. Private Label
Im deutschsprachigen Raum werden die Begriffe oft durcheinandergeworfen. Hier eine Klaerung:
| Modell | Was du machst | Einkaufsquelle | Eigene Marke? | Startkapital |
|---|---|---|---|---|
| Reselling | Markenprodukte guenstig einkaufen, auf Amazon verkaufen | Alle Quellen | Nein | 500–5.000 EUR |
| Retail Arbitrage | Angebote im stationaeren Einzelhandel finden | Mediamarkt, dm, Rossmann, Kaufland | Nein | 200–2.000 EUR |
| Online Arbitrage | Angebote in Online-Shops finden | Amazon selbst, Otto, Idealo, Deal-Seiten | Nein | 500–5.000 EUR |
| Wholesale | Direkt beim Grosshaendler/Hersteller einkaufen | B2B-Plattformen, Hersteller | Nein | 3.000–20.000 EUR |
| Private Label | Eigenes Produkt unter eigener Marke verkaufen | China-Hersteller (Alibaba) | Ja | 5.000–50.000 EUR |
Die ehrliche Wahrheit: Reselling ist der Oberbegriff. Arbitrage, Wholesale und sogar Liquidation sind Unterkategorien des Resellings — sie beschreiben lediglich, woher die Ware kommt. Wenn jemand sagt "Ich mache Amazon Reselling," meint er in der Regel Arbitrage oder Wholesale oder eine Mischung aus beidem.
Der Unterschied zu Private Label ist dagegen fundamental: Als Private-Label-Seller besitzt du die Marke und erstellst eigene Produktlistings. Als Reseller verkaufst du existierende Markenprodukte auf existierenden Listings. Das bedeutet weniger Kontrolle ueber das Listing, aber auch deutlich weniger Startkapital und kein Produktentwicklungsrisiko.
Einen detaillierten Vergleich zwischen Retail Arbitrage und Online Arbitrage findest du in unserem Vergleichsartikel.
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Lohnt sich Amazon Reselling 2026 noch?
Die kurze Antwort: Ja. Die ehrliche Antwort: Ja, aber es ist haerter als noch vor fuenf Jahren. Hier ist, warum beides stimmt.
Warum es sich immer noch lohnt
Die Nachfrage waechst. Amazon Deutschland wuchs auch 2025 weiter — sowohl im Umsatz als auch in der Anzahl aktiver Kaeufer. Mehr Kaeufer bedeuten mehr Chancen fuer Reseller. Neue Produktkategorien werden laufend erschlossen, und saisonale Spitzen (Prime Day, Black Friday, Weihnachten) bieten nach wie vor massive Umsatzchancen.
Die Einstiegshuerde ist niedrig. Im Vergleich zu einem stationaeren Geschaeft oder einem Private-Label-Launch brauchst du als Reseller deutlich weniger Kapital. Mit 1.000 EUR Startkapital kannst du ernsthaft beginnen und innerhalb weniger Wochen erste Gewinne erzielen.
FBA macht Logistik einfach. Du musst kein Lager mieten, keine Pakete packen, keinen Kundenservice betreiben. Amazon uebernimmt Lagerung, Verpackung, Versand, Retouren und Kundenanfragen. Dein Job ist Sourcing und Repricing.
Warum es haerter geworden ist
Mehr Wettbewerb. Die Pandemie hat Tausende neue Seller auf Amazon gebracht. Viele sind geblieben. Auf beliebten ASINs konkurrieren heute oft 10–20 Seller gleichzeitig — alle mit automatisierten Repricing-Tools.
Steigende Amazon-Gebuehren. FBA-Gebuehren, Referral Fees und Lagergebuehren steigen fast jedes Jahr. Deine Marge pro Einheit wird kleiner, wenn du nicht gegensteuerst.
Regulatorische Anforderungen. In Deutschland kommen Verpackungsgesetz, LUCID-Registrierung, Elektrogesetz und WEEE-Pflichten hinzu. Wer diese ignoriert, riskiert Abmahnungen oder Account-Sperrungen. Mehr dazu im naechsten Abschnitt.
Markenregistrierungen und Gating. Immer mehr Marken sind auf Amazon "gegated" — das heisst, du brauchst eine explizite Freischaltung oder Rechnungen vom autorisierten Haendler, um diese Produkte verkaufen zu duerfen.
Fazit zur Rentabilitaet
Amazon Reselling ist 2026 kein "schnell reich werden"-Modell mehr. Es ist ein ernsthaftes Handelsgeschaeft. Wer bereit ist, professionell zu arbeiten — saubere Buchhaltung, konsequentes Sourcing, automatisiertes Repricing, und Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben — kann nach wie vor solide Gewinne erzielen. Margen von 15–30 % ROI sind realistisch, wenn du weisst, was du tust.
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Voraussetzungen fuer Amazon Reselling in Deutschland
Bevor du dein erstes Produkt auf Amazon listest, musst du einige formale Huerden nehmen. Das klingt nach Buerokratie — und das ist es auch. Aber es ist nicht optional.
1. Gewerbeanmeldung
Amazon Reselling ist eine gewerbliche Taetigkeit. Du brauchst eine Gewerbeanmeldung bei deinem zustaendigen Gewerbeamt. Die Kosten liegen zwischen 15 und 65 EUR, je nach Gemeinde. Die Anmeldung dauert in der Regel wenige Minuten und kann in vielen Staedten inzwischen online erfolgen.
Als Taetigkeit gibst du "Online-Handel / Internethandel" oder "Handel mit Waren aller Art" an. Einzelunternehmen ist die gaengigste Rechtsform fuer den Start. Eine UG oder GmbH kann spaeter sinnvoll werden, ist aber am Anfang nicht notwendig.
2. Steuernummer und Umsatzsteuer
Nach der Gewerbeanmeldung erhaeltst du vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Hier entscheidest du, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzt (unter 22.000 EUR Jahresumsatz, keine USt-Ausweisung) oder regulaer Umsatzsteuer abfuehrst.
Fuer ernsthaftes Reselling ist die Regelbesteuerung meist sinnvoller: Du kannst Vorsteuer aus Einkaefen geltend machen, und Amazon-Rechnungen enthalten ohnehin Umsatzsteuer.
3. Amazon Professional Seller Account
Der Professional-Tarif kostet 39 EUR/Monat (zzgl. USt) und ist fuer Reselling unverzichtbar. Nur damit hast du Zugang zur BuyBox, kannst Werbung schalten und Reports nutzen.
4. Verpackungsgesetz und LUCID-Registrierung
Seit 2019 muessen alle, die verpackte Waren in Deutschland in Verkehr bringen, bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (LUCID) registriert sein und sich an einem dualen System beteiligen. Das gilt auch fuer Amazon-Seller, die per FBA versenden — denn du bist der Erstinverkehrbringer der Versandverpackung.
Die Kosten fuer die Systembeteiligung beginnen bei ca. 50–100 EUR pro Jahr fuer kleine Mengen. Die LUCID-Registrierungsnummer muss in deinem Amazon-Seller-Account hinterlegt sein — Amazon prueft das aktiv.
5. Weitere Pflichten
- Impressumspflicht: Dein Amazon-Verkaeuferaccount braucht ein vollstaendiges Impressum
- Widerrufsbelehrung: Verbraucher haben 14 Tage Widerrufsrecht
- Elektrogesetz (ElektroG): Wenn du Elektrogeraete verkaufst, brauchst du eine WEEE-Registrierung bei der Stiftung ear
- Batteriegesetz: Analog fuer batteriehaltige Produkte
- CE-Kennzeichnung: Du bist als Haendler mitverantwortlich fuer die Konformitaet
Das alles klingt einschuechternd, ist aber mit etwas Recherche in wenigen Tagen erledigt. Lass dich davon nicht abhalten — aber ignoriere es auch nicht.
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Die besten Produktkategorien fuer Reselling
Nicht jede Kategorie eignet sich gleich gut fuer Reselling. Die besten Kategorien kombinieren hohe Nachfrage, regelmaessige Angebote im Einkauf und akzeptable Margen nach Amazon-Gebuehren.
Spielzeug und Spiele
Einer der klassischen Reselling-Bereiche. Grosse Marken wie LEGO, Playmobil, Hasbro und Mattel werden staendig in Aktionen angeboten — ob bei Kaufland, Mueller oder online bei Amazon selbst. Die Nachfrage ist ganzjaehrig hoch und explodiert im Q4 (Oktober bis Dezember). Vorsicht: Spielzeug ist in Q4 oft gegated, und du musst die Freischaltung rechtzeitig beantragen.
Drogerie und Koerperpflege
Produkte von Marken wie Oral-B, Braun, Philips Sonicare oder hochwertige Kosmetik haben konstant hohe Verkaufsraenke auf Amazon. Drogeriemaerkte wie dm und Rossmann bieten regelmaessig Aktionspreise. Die Produkte sind klein, leicht und haben niedrige FBA-Gebuehren. Die Marge pro Einheit ist zwar oft gering (3–8 EUR), aber das Volumen macht es.
Haushalt und Kueche
Kaffeeautomaten-Zubehoer, Reinigungsprodukte, Kuechenhelfer — diese Kategorie bietet stabile Nachfrage ohne extreme Saisonalitaet. Viele Produkte sind nicht gegated und haben moderate Konkurrenz.
Lebensmittel und Gourmet
Ueberraschend profitabel, wenn du die Haltbarkeitsdaten im Griff hast. Amazon verlangt mindestens 90 Tage Resthaltbarkeit bei FBA-Einlagerung. Spezialitaeten, Importprodukte und Bio-Lebensmittel haben oft hohe Margen, weil weniger Reseller in dieser Kategorie aktiv sind.
Buerobedarf und Schulartikel
Tinte, Toner, Stifte, Papier — Verbrauchsmaterialien mit Wiederholungskaeufen. Besonders zum Schulanfang (August/September) und im Januar saisonale Spitzen.
Was du vermeiden solltest
- Bekleidung und Schuhe: Hohe Retourenquoten (40–60 %) zerstoeren deine Marge
- Schwere/sperrige Artikel: FBA-Gebuehren sind gewichts- und groessenabhaengig — 20-kg-Pakete fressen den Gewinn
- Extrem niedrigpreisige Artikel: Unter 10 EUR Verkaufspreis bleiben nach Amazon-Gebuehren oft nur Cent-Betraege
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Sourcing-Quellen fuer Amazon Reseller
Sourcing — also das Finden profitabler Einkaufsquellen — ist die Kernkompetenz jedes Resellers. Hier sind die wichtigsten Quellen fuer den deutschen Markt:
Deal-Plattformen
MyDealz ist die groesste deutsche Deal-Community. Taeglich werden hunderte Angebote gepostet. Nicht jeder Deal eignet sich fuer Reselling — du musst schnell rechnen koennen, ob nach Amazon-Gebuehren, Versand und Steuern noch Marge bleibt. Tools wie der FBA-Rechner von Amazon helfen dabei.
Stationaerer Einzelhandel (Retail Arbitrage)
Klassisches "Store Scanning": Du gehst in Maerkte wie Kaufland, Lidl, Aldi, Mueller, Rossmann, dm, MediaMarkt oder Saturn und suchst nach reduzierten Produkten. Mit der Amazon-Seller-App scannst du den Barcode und siehst sofort den aktuellen Verkaufspreis, die Gebuehren und deinen potenziellen Gewinn.
Das funktioniert besonders gut bei Raeumungsverkaeufen, saisonalen Abverkaeufen und regionalen Aktionen, die nicht ueberall verfuegbar sind.
Online Arbitrage
Dieselbe Logik, aber online. Du durchsuchst Online-Shops nach Angeboten und kaufst dort ein. Beliebte Quellen: Amazon selbst (Amazon-Angebote weiterverkaufen auf anderen EU-Marktplaetzen), Otto, Alternate, Notebooksbilliger, Saturn.de und viele mehr. Einen ausfuehrlichen Vergleich beider Methoden findest du in unserem Retail vs. Online Arbitrage Artikel.
B2B-Grosshaendler und Distributoren
Der Uebergang zum Wholesale-Modell. Grosshaendler wie Metro, Selgros oder spezialisierte B2B-Plattformen bieten Markenprodukte zu Grosshandelspreisen. Du kaufst in groesseren Mengen (ab Karton oder Palette) und bekommst dafuer bessere Einkaufspreise. Der Vorteil: stabilere Lieferketten und vorhersehbarere Margen. Der Nachteil: hoeheres Kapitalbindung.
Retouren und Restposten
Retouren-Paletten von Amazon oder anderen Haendlern koennen hochprofitabel sein — oder ein Verlustgeschaeft. Du kaufst eine Palette "ungepruefte Retouren" fuer einen Pauschalpreis und hoffst, dass genug funktionierende, wiederverkaufbare Produkte dabei sind. Das ist eher etwas fuer erfahrene Reseller, die die Risiken einschaetzen koennen.
Pan-EU Sourcing
Ein fortgeschrittener Ansatz: Du kaufst Produkte in einem EU-Land guenstig ein und verkaufst sie auf einem anderen Amazon-Marktplatz. Zum Beispiel Markenprodukte aus Spanien oder Italien, die dort guenstiger sind, auf Amazon.de verkaufen. Einen ausfuehrlichen Guide zu Amazon Arbitrage im europaeischen Raum findest du in unserem Arbitrage Guide fuer Deutschland.
> Tipp: Egal welche Sourcing-Quelle du nutzt — ohne eine systematische Herangehensweise und saubere Kalkulation verbrennt du Zeit und Geld. Erstelle eine Tabelle mit deinen Einkaufspreisen, Amazon-Gebuehren, FBA-Kosten und der realistischen Marge, bevor du kaufst.
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Warum Repricing fuer Reseller unverzichtbar ist
Hier kommen wir zum Kern des Problems, das jeder Reseller frueher oder spaeter hat: Du teilst dir das Listing mit anderen Verkaeufern. Und alle wollen die BuyBox.
Das Listing-Problem
Als Reseller erstellst du keine eigenen Produktseiten. Du bietest dein Produkt auf einer existierenden ASIN an — einer Produktseite, die es schon gibt. Das bedeutet: Du konkurrierst direkt mit jedem anderen Seller, der dasselbe Produkt auf derselben ASIN anbietet.
Wenn auf einer ASIN 5 Seller aktiv sind und einer davon seinen Preis um 10 Cent senkt, verlierst du die BuyBox. Und ohne BuyBox bekommst du keinen Umsatz. So einfach ist das.
Warum manuelles Repricing nicht funktioniert
Nehmen wir an, du hast 200 aktive ASINs in deinem Sortiment. Auf jeder ASIN aendern sich die Preise der Konkurrenz mehrmals taeglich. Das sind potenziell hunderte Preisaenderungen pro Tag, auf die du reagieren musst. Manuell ist das schlicht unmoeglich.
Deine Konkurrenz nutzt automatisierte Repricer, die in Sekunden reagieren. Wenn du manuell repriced — vielleicht einmal morgens und einmal abends — bist du den ganzen Tag ueber nicht wettbewerbsfaehig. Du verlierst die BuyBox an Seller, die einen Cent guenstiger sind, und merkst es erst Stunden spaeter.
Was ein Repricer fuer dich tut
Ein automatisierter Repricer ueberwacht die Preise deiner Konkurrenz auf jeder ASIN und passt deinen Preis in Echtzeit an. Dabei beruecksichtigt er deine Mindestmarge — du gehst also nicht versehentlich unter deinen Einkaufspreis.
Fuer Reseller, die auf mehreren EU-Marktplaetzen verkaufen, wird Repricing noch wichtiger: Jeder Marktplatz hat seine eigene Wettbewerbssituation, eigene Gebuehren und eigene MwSt-Saetze. Ein Pan-EU-faehiger Repricer passt die Preise auf jedem Marktplatz unabhaengig an. Mehr zu den verschiedenen Repricing-Strategien findest du in unserem separaten Artikel.
> arbytrage.io ist ein Amazon Repricer, der speziell fuer EU-Seller entwickelt wurde. Automatisiertes Repricing auf allen europaeischen Marktplaetzen, mit konfigurierbaren Mindestmargen und BuyBox-Strategien. Ab 40 EUR/Monat. Jetzt kostenlos testen
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5 haeufig gestellte Fragen zum Amazon Reselling
Brauche ich ein Gewerbe fuer Amazon Reselling?
Ja, in Deutschland ist Amazon Reselling eine gewerbliche Taetigkeit, sobald du mit Gewinnerzielungsabsicht handelst. Das gilt auch, wenn du "nur nebenbei" verkaufst. Die Gewerbeanmeldung kostet 15–65 EUR und ist in den meisten Staedten innerhalb weniger Tage erledigt. Ohne Gewerbeanmeldung riskierst du Probleme mit dem Finanzamt und eine Kontosperrung bei Amazon.
Wie viel Startkapital brauche ich?
Es kommt auf das Modell an. Fuer Retail Arbitrage reichen 200–500 EUR fuer den Anfang. Fuer ernsthaftes Online Arbitrage oder Wholesale solltest du mit 2.000–5.000 EUR kalkulieren. Bedenke: Dein Kapital ist waehrend des Verkaufsprozesses gebunden — zwischen Einkauf und Amazon-Auszahlung vergehen in der Regel 3–4 Wochen.
Kann ich als Privatperson auf Amazon verkaufen?
Du kannst dich als Privatperson bei Amazon registrieren und einzelne Artikel verkaufen. Aber: Sobald du regelmaessig und mit Gewinnabsicht verkaufst, bist du rechtlich gesehen ein Gewerbetreibender. Die Grenzen sind fliessend, aber die Finanzaemter schauen genauer hin als frueher. Fuer systematisches Reselling brauchst du ein Gewerbe.
Was ist der Unterschied zwischen FBA und FBM?
FBA (Fulfillment by Amazon): Du schickst deine Ware an ein Amazon-Lager. Amazon lagert, verpackt, versendet und kuemmert sich um Kundenservice und Retouren. Du zahlst Lager- und Versandgebuehren. FBM (Fulfillment by Merchant): Du lagerst und versendest selbst. FBA ist fuer die meisten Reseller die bessere Wahl, weil es die BuyBox-Chancen massiv erhoecht und den logistischen Aufwand minimiert.
Wie finde ich heraus, ob ein Produkt profitabel ist?
Nutze den Amazon FBA-Rechner (kostenlos in Seller Central) oder Tools wie Keepa und Helium 10. Gib den Einkaufspreis ein, und das Tool zeigt dir nach Abzug aller Amazon-Gebuehren (Referral Fee, FBA-Gebuehr, Lagergebuehr) den geschaetzten Gewinn. Faustregel: Dein Gewinn pro Einheit sollte mindestens 3 EUR betragen, idealerweise 5+ EUR. Bei niedrigeren Margen brauchst du hohes Volumen, um die fixe Zeitinvestition zu rechtfertigen.
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Zusammenfassung: Amazon Reselling als Geschaeftsmodell 2026
Amazon Reselling ist kein Trend und kein Hype — es ist ein etabliertes Handelsmodell, das Tausende von Sellern in Deutschland profitabel betreiben. Die Grundmechanik ist simpel: guenstig einkaufen, auf Amazon mit Marge verkaufen. Die Umsetzung erfordert 2026 allerdings mehr Professionalitaet als noch vor wenigen Jahren.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:
- Systematisches Sourcing: Verlasse dich nicht auf einzelne Glueckstreffer. Baue wiederholbare Einkaufsquellen auf
- Saubere Kalkulation: Rechne jede ASIN vor dem Kauf durch. Amazon-Gebuehren, Versand, Steuern, Retouren — alles muss in die Rechnung
- Automatisiertes Repricing: Auf geteilten Listings ist ein Repricer keine Option, sondern Pflicht. Ohne BuyBox kein Umsatz
- Gesetzliche Compliance: Gewerbe, LUCID, Impressum, Widerruf — nimm die rechtlichen Anforderungen ernst
- Kapitalmanagement: Dein Geld ist zwischen Einkauf und Auszahlung gebunden. Plane Cashflow-Zyklen ein
Amazon Reselling ist kein passives Einkommen. Es ist aktiver Handel, der Zeit, Disziplin und kaufmaennisches Denken erfordert. Aber fuer alle, die bereit sind, es professionell anzugehen, bietet es nach wie vor eine der zugaenglichsten Moeglichkeiten, ein eigenes Handelsgeschaeft aufzubauen.
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